Erste Schritte
Anmelden & Konto
KAIROS fragt zuerst die E-Mail ab und erkennt daran, was als Nächstes kommt: Passwort eingeben, Konto anlegen oder einen Einladungscode einlösen. Der erste Benutzer eines Systems wird automatisch System-Admin; alle weiteren kommen nur per Einladung hinzu. Die Einrichtung führt ein Stepper (Code → Konto → Sicherung) mit Passwortstärke-Anzeige.
- E-Mail eingeben – KAIROS bestimmt den Zustand (bekannt / eingeladen / erster Benutzer).
- Passwort setzen oder eingeben – bei Einladung zuerst den Einladungscode; ein per QR gescannter Einladungslink füllt den Code automatisch vor.
- Beim ersten Mal erzeugt der Browser dein Schlüsselpaar (E2EE) automatisch.
- Die Sicherung abschliessen (Kapitel 2) – danach ist die App frei.
- KAIROS ist als PWA installierbar (Add to Home Screen) und startet dann im Vollbild.
- Beim Abmelden kannst du optional Schlüssel und lokale Einstellungen vom Gerät entfernen (fremdes/geteiltes Gerät) – mit Warnung, falls keine Sicherung nachweisbar ist.
Schlüssel sichern & Gerätewechsel
Alle Inhalte werden im Browser ver- und entschlüsselt; der Server speichert nur Chiffrat. Damit du den Zugang nicht verlierst, sicherst du deinen Schlüssel mit einer Schlüsseldatei + Recovery-Code. Auf ein zweites Gerät kommst du zusätzlich per QR-Transfer – ganz ohne Datei und Code.
- Schlüsseldatei exportieren und sicher ablegen (
kairos.private-key-backup.v1). - Den Recovery-Code getrennt notieren – Datei und Code zusammen entsperren den Schlüssel.
- Sicherung mit dem Haken bestätigen; der Hinweis verschwindet danach.
- Gerätewechsel: in Security → «Auf Mobilgerät übertragen» QR zeigen, am neuen Gerät scannen – der Schlüssel reist verschlüsselt und wird automatisch importiert.
- Wichtig: Datei oder Code allein genügen nicht – beides ist nötig.
Operation einrichten
Operation, Dauer & Abschnitte
Eine Operation ist das Arbeitsdokument – eine Synchronisationsmatrix für einen Einsatz oder eine Übung. Du kannst mehrere führen, zwischen ihnen wechseln und sie archivieren. In der Administration (Zone Einstellungen) legst du fest, wie die Matrix für alle startet.
- In der Administration eine Operation anlegen und benennen.
- Das Polling-Intervall einstellen (wie oft die App auf Änderungen prüft, 5 s–5 min).
- Die Operationsdauer setzen – sie wird zum Standard-Zeitbereich der Matrix – und optional Abschnitte definieren (Teileinsätze, Phasen, Tage; einer kann Standard sein).
- Zoomstufen der Matrix (Stundenwerte) bei Bedarf anpassen.
- Bei grossen Operationen einen Snapshot erstellen – verschlüsselter Zwischenstand für schnelleres Laden; es wird nichts gelöscht.
- Nicht mehr benötigte Operationen archivieren (statt löschen – nachvollziehbar).
Personen & Einladungen
Personen kommen per Einladungscode dazu. Mitglieder und offene Einladungen stehen in einer Personenliste mit Status (Einladung offen, bereit zur Aktivierung, widerrufen, abgelaufen). Jede Person bekommt eine Rolle; die konkrete Wirkung steuern die Zeilenrechte (Kapitel 6). Einladungen tragen auf Wunsch vorbereitete Zeilenrechte per Preset.
- Admin – verwaltet Operation, Personen, Teams, Zeilen und Einstellungen; sieht und bearbeitet alle Zeilen, auch ohne eigene Zeilenrechte, und sieht ausgeblendete Zeilen.
- Planer – darf zusätzlich Zeilen anlegen und Meilensteine setzen; auf den Zeilen selbst gilt nur, was die Zeilenrechte freigeben.
- Live-Erfasser – gedacht für die IST-Erfassung im Einsatz; Wirkung allein über Zeilenrechte.
- Leser – gedacht für das Verfolgen der Lage; Wirkung allein über Zeilenrechte.
- Live-Erfasser und Leser haben dieselben Rollenrechte – der Unterschied ist die Erwartung an die Person; wer wirklich erfassen darf, entscheiden die Zeilenrechte. Dieselbe Übersicht klappt in der App über der Liste unter «Was unterscheidet die Rollen?» auf.
- Einladung erstellen; Zeilenrechte per Preset vorbereiten (Beobachten / Planen / Erfassen / Planen + Erfassen / Verwalten) und auf Wunsch Teams vormerken – bei der Aktivierung wird die Person in die vorgemerkten Teams aufgenommen und erhält deren Zeilen-Schlüssel (Kapitel 6).
- Nach dem Erstellen zeigt die Übergabe-Karte im Drawer den Code gross, einen fertigen Übergabetext und einen lokal erzeugten QR-Code (öffnet die Anmeldung mit vorbefülltem Code). Der Code ist nur in dieser Sitzung abrufbar – «Übergabe öffnen» in der Personenliste holt die Karte zurück, «Neu erstellen» ersetzt eine Einladung mit verlorenem Code (der alte Code wird ungültig).
- «Rechte» in der Personenzeile öffnet die Benutzerrechte: alle Zeilen der Person in einem Drawer (Stufen-Zeile je Zeile, Kapitel 6); «Alle Zeilen auf …» wertet nur auf, Zeilen ohne eigenes Verwaltungsrecht erscheinen gedimmt («nur Verwalter»).
- Später: Mitglieder entfernen oder Einladungen widerrufen – betroffene Zeilen-Schlüssel werden rotiert (Kapitel 25).
- Widerrufene und abgelaufene Einladungen verlassen die Liste und liegen zusammengefasst am Listenende unter «… erledigte Einladungen anzeigen» – sie bleiben erhalten (nachvollziehbar), füllen die Übersicht aber nicht mehr.
Zeilen, Gruppen & Kategorien
Zeilen sind die horizontalen Spuren der Matrix (z. B. Abschnitte, Mittel, Themen). Sie lassen sich färben, zu Gruppen bündeln, sortieren und einklappen. Kategorien geben Blöcken eine Farbe. Pro Zeile setzen Admins in den Zeileneinstellungen Defaults für neue Blöcke, die Wachposten-Schwellen (Kapitel 17) und die Sichtbarkeit (ausblenden oder terminiert freigeben). Mit dem Stern markierst du deine Zeilen – der Zeilen-Scope «Meine Zeilen» grenzt die Matrix darauf ein.
- Zeile anlegen und benennen (der Name wird verschlüsselt gespeichert).
- Eine Zeilenfarbe setzen – sie erscheint als linke Kante des Zeilenkopfs.
- Zeilen per Drag sortieren oder in Gruppen verschachteln; Gruppen ein-/ausklappen.
- Kategorien in der Administration pflegen – sie färben SOLL-Umriss und IST-Vollton.
- Zeileneinstellungen (auch im Zeilen-Kontextmenü der Matrix): Default-Kategorie und «Blöcke standardmässig nicht tracken» für neue Blöcke dieser Zeile.
- Sichtbarkeit (nur Admins, in den Zeileneinstellungen): «Ausgeblendet» versteckt die Zeile vor allen ausser den Admins – Rechte und Schlüssel bleiben bestehen, beim Einblenden ist sofort alles wieder da. «Sichtbar ab» gibt sie zum gewählten Zeitpunkt automatisch frei (Server-Zeit; für andere sichtbar spätestens beim nächsten Laden). Admins sehen verborgene Zeilen gedimmt mit Markierung und können normal weiterplanen; Verzug, Wachposten, Lageleiste, Tagesansicht, Schnellerfassung und Druck lassen sie aus. Ausblenden ist Organisation, kein Rechteentzug. Neue Zeilen lassen sich beim Anlegen direkt «zunächst ausblenden».
- Meine Zeilen: der Stern am Zeilenkopf (erscheint beim Überfahren) oder der Kontextmenü-Eintrag «Zu meinen Zeilen» macht eine Zeile zum Favoriten. Die Scope-Pille in der Kopfleiste (neben dem Zeitbereich-Wähler) schaltet zwischen «Meine Zeilen» und «Alle Zeilen»; blendet der Scope Zeilen aus, sagt eine Fusszeile am Ende der Matrix ehrlich wie viele – «Alle anzeigen» hebt den Filter auf. Standard sind die Zeilen mit Schreibrecht; die Auswahl gilt pro Gerät und Operation. Briefing und Lagezentrale zeigen immer alle Zeilen.
Zeilenrechte
Pro Person und Zeile wird feingranular geregelt, wer SOLL und IST jeweils lesen und schreiben darf – und wer die Rechte der Zeile verwaltet. Der Rechte-Drawer zeigt pro Person eine Stufen-Zeile: die sechs Stufen (Keine · Beobachten · Planen · Erfassen · Voll · Verwalten) als Ein-Klick-Segment, die aktive Stufe immer sichtbar; «Fein» klappt die fünf Einzelrechte auf. Dazu Schnell berechtigen; gespeichert wird gesammelt. Erreichbar aus der Administration und dem Zeilen-Kontextmenü der Matrix.
- SOLL lesen/schreiben – Plan sehen bzw. bearbeiten.
- IST lesen/schreiben – Lage sehen bzw. erfassen.
- Verwalten – Rechte dieser Zeile vergeben.
- Individuell – eine Handstellung über «Fein» (die fünf Einzelrechte frei kombinieren); die Zeile trägt dann den Chip Individuell.
- Entzug – verliert eine Person allen Zugriff, zeigt die Zeile schon vor dem Speichern den Chip Schlüssel-Rotation (Kapitel 25).
- Historie inklusive – wer neu Lesezugriff auf eine Zeile erhält, bekommt die Schlüssel aller bisherigen Stände dieser Zeile und sieht damit auch Einträge, die vor einer früheren Schlüssel-Rotation geschrieben wurden. Bleibt trotzdem etwas verschlossen, zeigt Administration › Monitoring unter Schlüssel & Deckung die Lücke mit «Nachverteilen».
- Benutzerrechte – die gespiegelte Sicht pro Person: Knopf «Rechte» in der Personenliste (Kapitel 4) öffnet alle Zeilen einer Person; die Namen verbinden beide Editoren (gestapelter Drawer).
- Teams – Zeilenrechte am Personenkreis statt pro Person: Operations-Admins legen unter Administration › Personen Teams an («Neues Team»), ordnen Mitglieder zu und vergeben Zeilenrechte am Team («Team-Rechte», Stufen bis Voll – Verwalten bleibt ein Einzelrecht pro Person). Mitglieder erhalten die Teamrechte automatisch; wirksam ist immer das höchste Recht aus Direkt- und Teamrechten. Der Rechte-Drawer zeigt den Team-Sockel als Chip «via Team»; bearbeitet wird dort weiterhin das Direktrecht.
- Team-Beitritt/-Austritt – wer einem Team beitritt, erhält automatisch die Zeilen-Schlüssel der Team-Zeilen; wer es verlässt und nirgends sonst Leserecht hat, löst eine Schlüssel-Rotation aus – die Abfrage rechnet die betroffenen Zeilen vorher aus. Wer über ein Team weiter liest, verliert beim Entzug eines Direktrechts nichts (keine Rotation).
Planen (SOLL)
Matrix & Zeitbereich
Die Matrix ist die Hauptarbeitsfläche: Zeilen mit SOLL/IST-Spuren auf einer Zeitachse. Den angezeigten Zeitbereich wählst du im Kopfleisten-Wähler («Auto»): Heute, letzte 24 h, ganze Operation, eigene Von/Bis-Spanne oder ein definierter Abschnitt. Das Ansicht-Menü bündelt Darstellung, Modus und Ausgabe.
- Zoom per Strg+Mausrad (ankerzentriert) oder über die Zoomstufen; Pan per Scrollen/Ziehen.
- Jetzt-Sprung: Klick auf die Jetzt-Linie bzw. die «jetzt»-Kanten am Rand.
- Der Achsenkopf hat zwei feste Etagen: oben die Kalender-Zeile (Tag-Chip + Uhrzeit), darunter das Marker-Band mit Jetzt-Pill, Falt-Kapseln und Meilenstein-Pins. Berühren sich Marker, dimmt der weniger wichtige (Jetzt > Kapsel > Meilenstein) – er bleibt anklickbar.
- Im Ansicht-Menü: Abweichung, Stapeln, Planungsmodus, Zeit falten, Zeit-Navigator, Kategoriefarbe (Fläche färbt den Block / Sigel zeigt ein Kürzel-Chip – persönlich pro Gerät).
- Block anklicken → rechte Arbeitsleiste (Editor) öffnet sich.
- Die Kategorie-Legende unten filtert per Klick (nicht passende Blöcke gedimmt).
Blöcke planen
Ein Block ist ein Vorhaben mit Start und Ende. Du ziehst ihn auf der SOLL-Spur auf und füllst die rechte Arbeitsleiste: Titel, Zeit-Trio (Start/Ende/Dauer) mit Schnell-Chips («Ab jetzt», «Bis jetzt», «15 min» ...), Kategorie, Notiz. Der Schalter «Block wird getrackt» unterscheidet Vorhaben von reiner Info.
- Auf freier SOLL-Fläche aufziehen – ein neuer Block entsteht.
- Titel, Zeit (15-Min-Raster, Mehrtages-Blöcke möglich) und Kategorie setzen.
- Optional Notiz, Teilnehmer (Kapitel 20) und den Tracking-Schalter.
- Speichern – oder per Kontextmenü duplizieren, auf IST kopieren, jetzt beenden, archivieren.
- Nicht getrackte Blöcke treten dezent zurück: kein Verzug, kein Lageleisten-/Wachposten-Eintrag.
- Der Editor zeigt unten den Verlauf des Blocks (alle Ereignisse aufklappbar).
- Nur Leserecht? Dann zeigt die Arbeitsleiste («Block ansehen (nur Lesen)») stille Werte statt Eingabefelder: Titel, Start/Ende mit Datum, Dauer, Kategorie, Notiz und Teilnehmer – unten nur «Schliessen».
Meilensteine
Punktereignisse ohne Dauer (Bereitschaft hergestellt, Übergabe, Lagebesprechung) sind Meilensteine: Pins im stets vorhandenen Marker-Band unter der Kalender-Zeile, mit einer Linie durch alle Zeilen.
- Im + Neu-Menü der Kopfleiste «Neuer Meilenstein» wählen.
- Zeit, Titel und Farbe setzen.
- Der Pin erscheint im Marker-Band der Achse; ein Klick öffnet ihn wieder. Liegt die Jetzt-Pill über einem Pin, dimmt der Pin kurzzeitig (Kapitel 7) – er bleibt anklickbar.
Abläufe & Vorlagen
Wiederkehrende Handlungsabläufe planst du als Ablauf: mehrere Schritte mit Dauer, relativ verankert (Offset ab T0 oder nach Vorgänger mit Puffer). Beim Einsetzen wählst du T0-Zeitpunkt, Zielzeile und Spur – KAIROS legt alle Blöcke auf einmal an.
- Im + Neu-Menü «Ablauf einsetzen» wählen und Schritte komponieren.
- Optional «Verknüpft lassen»: die Gruppe bleibt verbunden – den Anker verschieben zieht die Abhängigen mit; im Blockeditor löst «Verknüpfung lösen» einzeln oder ganz.
- Abläufe als Vorlage speichern: Persönlich (nur dieses Gerät) oder Geteilt (für alle, durch Admins).
Zeit falten & Zeit-Navigator
Lange Operationen haben ruhige Phasen. Zeit falten klappt Nächte, Pausen und Leerzeiten zu schmalen Bändern zusammen (Klick öffnet sie kurz). Der Zeit-Navigator ist ein Übersichtsstreifen der ganzen Zeitspanne mit ziehbarem Ausschnitt-Fenster – Klick springt, Ziehen verschiebt, Mausrad zoomt.
- Im Ansicht-Menü «Zeit falten» öffnen: Presets (Nächte, Wochenenden), Auto-Vorschlag für Leerzeiten, eigene Tagesregeln und feste Bereiche.
- Admin-Regeln gelten geteilt für alle; zusätzlich kannst du persönlich falten oder geteilte Regeln lokal ausblenden.
- Den Zeit-Navigator ein-/ausklappen; Darstellung im Ansicht-Menü: Auto / Blocks (Mini-Map) / Profil (Dichte).
- Die Falt-Kapsel (Label + Dauer + verborgener Zähler) sitzt im Marker-Band des Achsenkopfs; unter der Jetzt-Pill oder dem «jetzt»-Rand-Marker dimmt sie kurzzeitig, bleibt aber anklickbar (Kapitel 7).
- Teilnehmer-Echos erscheinen im Blocks-Renderer verblasst in der Teilnehmer-Zeile; der Klick fokussiert den Ursprungs-Block in seiner Zeile. Das Dichteprofil zählt Echos bewusst nicht mit (dieselbe Arbeit würde doppelt erscheinen).
Planungs- & Entwurfsmodus
Zwei Modi entlasten die Planung: der Planungsmodus blendet alle IST-Spuren aus (halbe Zeilenhöhe, mehr Überblick). Der Entwurfsmodus sammelt Änderungen lokal auf deinem Gerät – nichts geht raus, bis du abschliesst; erst dann wird pro Block genau ein Ereignis geschrieben.
- Beide Modi sitzen im Ansicht-Menü (Zonen Darstellung bzw. Modus).
- Im Entwurfsmodus zeigt eine Statusleiste den Stand («3 offen · 2 neu · 1 geändert») mit Abschliessen / Verwerfen; der Entwurf überlebt auch einen Reload.
- Entwurfs-Blöcke sind als «Entwurf: neu/geändert» markiert; Konfliktauflösungen werden bewusst immer sofort gespeichert.
Suchen & filtern
Die Suche (Lupe in der Kopfleiste oder Strg+F) durchsucht die entschlüsselten Blöcke clientseitig nach Titel und Notiz. Treffer werden bernsteinfarben markiert; Enter springt zum nächsten, Umschalt+Enter zum vorherigen, Esc schliesst.
- Der Sprung zentriert den Treffer – auch ausserhalb des Sichtbereichs.
- Blöcke ohne Leserecht oder ohne Schlüssel sind ehrlich nicht durchsuchbar.
- Zusätzlich filtert die Kategorie-Legende unten die Matrix per Klick.
Lageverfolgung (IST)
IST erfassen
Was wirklich passiert, trägst du auf der IST-Spur ein. Am schnellsten mit der Schnellerfassung (Taste N, Eintrag «IST erfassen» im + Neu-Menü, auf dem Telefon Mehr → «IST erfassen»): eine Zeile Text, ein IST-Block ab jetzt. Aus dem SOLL führen Auf IST kopieren und ab jetzt auf IST. Erfassen setzt das IST-Schreibrecht voraus.
- Schnellerfassung:
Was passiert? @zeile #kategorie +dauer– z. B.Verpflegung eingetroffen @log #vpf +45; Enter legt den Block an, die Leiste bleibt für die nächste Meldung offen. - Oder SOLL-Block anklicken → Kontextmenü «Auf IST kopieren» / «ab jetzt auf IST» (Kopie beginnt an der Jetzt-Linie).
- Laufende IST-Blöcke per «Jetzt beenden» abschliessen; bei Bedarf nachbearbeiten.
- Die Kopie merkt sich die Quelle – daraus speist sich der Abgleich (Kapitel 16).
Jetzt-Linie, Laufend & Verzug
Eine durchgehende Jetzt-Linie wandert über die Matrix. Ein Block, dessen Zeit gerade läuft, füllt sich bis «jetzt» und pulsiert. Ist ein SOLL fällig, ohne dass IST erfasst wurde, kippt er in Verzug (Warn-Schraffur + Dauer-Chip); ein Zähler an der Jetzt-Linie bündelt alle Verzüge.
- Läuft – grüne Füllung + Puls (gleichermassen SOLL und IST).
- Verzug – gelbe Schraffur des verstrichenen Anteils, Chip «+N min» bzw. «ohne IST».
- Zähler an der Jetzt-Linie springt nacheinander zu den Verzügen. Die Jetzt-Pill (Uhrzeit + Zähler) sitzt fest im Marker-Band des Achsenkopfs und ragt nie in die Zeilen.
SOLL/IST-Abweichung
Die Kernfrage – «liegen wir im Plan?» – beantwortet KAIROS direkt am Block: auf der IST-Spur erscheint der zugehörige SOLL-Block als gestrichelter Geist, dazu ein Delta-Chip mit der Abweichung (spät = Warnfarbe, früh/im Plan = grün).
- Voraussetzung ist die Verknüpfung aus «Auf IST kopieren» (Kapitel 14).
- Der Geist zeigt, wo der Plan lag; der Chip die Differenz in Minuten.
- Im Ansicht-Menü über «Abweichung SOLL/IST» ein-/ausblendbar.
Wachposten
Der Wachposten überwacht die Lage für dich: die Glocke in der Kopfleiste zählt neue Meldungen der Verzugs-Überwachung. Das Melde-Zentrum kennt drei Arten: Ohne IST geblieben (SOLL-Ende verstrichen), Verzug über Schwelle und Beginnt bald. Die Schwellen setzen Admins pro Zeile in den Zeileneinstellungen; sie gelten für alle.
- Glocke öffnen; pro Meldung: Zum Block springen, IST erfassen (öffnet die Schnellerfassung vorbefüllt) oder Zeile stumm.
- «Alle als gesehen markieren» leert das Badge; Gesehen-Stand und Stummschaltungen gelten pro Gerät.
- Optional Browser-Benachrichtigungen bei kritischen Meldungen aktivieren (nur bei verdecktem Tab).
Konflikte auflösen
Bearbeiten zwei Personen denselben Block gleichzeitig, erkennt KAIROS das über die Bearbeitungsbasis und zeigt im Editor das Banner «Dieser Block wurde parallel geändert». Der Drawer «Konflikt auflösen» stellt beide Versionen nebeneinander – du entscheidest pro Feld, was gilt.
- Konflikt-Block ist deutlich markiert; «Konflikt auflösen» öffnet den Vergleich.
- Pro abweichendem Feld (Titel, Start, Ende, Kategorie, Notiz) die Version wählen; die ursprüngliche Basis steht als stille Referenz dabei. Schnellwege: «Alles von ...».
- Auflösung speichern schreibt eine konsistente Zusammenführung; identische Felder werden automatisch übernommen, «Ende vor Start» wird live geprüft.
Zusammenarbeit & Ausgabe
Aktivität & Live-Sync
Mehrere Personen arbeiten gleichzeitig; die App holt Änderungen im eingestellten Intervall (Sync-Ring in der Kopfleiste, Klick = sofort). Der Aktivitätsfeed zeigt, wer was wann geändert hat – mit Filtern, Gruppierung, Änderungs-Diffs und Sprung zum Block.
- Aktivität oben öffnen; ein Badge zeigt neue, ungelesene Einträge («Neu seit letzter Ansicht»).
- Filtern nach Eventart (Erstellt/Geändert/Archiviert/nicht entschlüsselbar) oder Zeile; Gruppierung chronologisch oder nach Zeile; Mehrfachänderungen werden gebündelt.
- Einträge zeigen Diffs («Start 10:00 → 10:30»); Tippen springt zum Block.
Teilnehmer (Echo-Blöcke)
Ein Block kann in weiteren Zeilen als Teilnehmer erscheinen, ohne dort kopiert zu werden: der Master trägt die Teilnehmerliste, in den Zielzeilen erscheint ein read-only Echo. Ein Klick aufs Echo zeigt den Master-Inhalt.
- Im Blockeditor unter Teilnehmer weitere Zeilen wählen.
- Dort erscheint ein schraffiertes Echo mit Herkunftshinweis (read-only) – in der Matrix wie in der Tagesansicht (Kapitel 24), dort auch, wenn die Master-Zeile gerade nicht als Spalte gewählt ist.
- Änderungen macht nur der Master – das Echo spiegelt automatisch.
Briefing & Lagezentrale
Für Beamer und Lagewand gibt es zwei read-only Vollbildmodi: der Briefing-Modus zum bedienten Präsentieren (Folgen-Modus hält «jetzt» mittig, Lageleiste rechts, ESC beendet) und die Lagezentrale (Wandschirm) für den unbedienten Dauerbetrieb: Info-Kopfzeile mit Sync-Ampel, E2EE-Stand und Folge-Status, Lageleiste als Bottom-Bar oder Ticker – «Folgen» heilt sich selbst.
- Beide Modi starten im Ansicht-Menü (Zone Modus).
- Briefing: Folgen ein/aus, Verzugs-Chip, Lageleiste ein-/ausblenden; der Kopf zeigt den aktiven Abschnitt.
- Lagezentrale: einschalten und hängen lassen – Ausfälle (Sync/Schlüssel) meldet die Kopfzeile ehrlich.
Drucken / Export
Die Matrix lässt sich als Papier oder PDF ausgeben (Ansicht-Menü, Zone Ausgeben; Druck über den Browser-Dialog). Der Export-Drawer deckt vom schnellen A4-Ausdruck bis zur Wandbahn (mm/h, Bahnen mit Klebekante) und einem Bericht mit Deckblatt und Anhängen alles ab.
- Papier & Umfang: A4/A3, Quer/Hoch; ganze Operation, sichtbarer Ausschnitt oder Von/Bis – auch als Leerformular (IST leer für Handschrift).
- Zeilen & Spuren: Zeilen-Auswahl, Verteiler-Modus (ohne Notizen/interne Hinweise), SOLL+IST oder nur SOLL.
- Darstellung: Massstab Auto/Übersicht/Standard/Detail/Wandbahn; Farbe oder Graustufen; Kopf-/Fusszeile, Legende, Jetzt-Linie, Abweichung/Verzug, Meilensteine.
- Bericht: Deckblatt (Anlass, Verteiler, Kennzeichnung z. B. «UEBUNG» auf jedem Blatt), Anhang Chronologie, Anhang Verzug/Abweichung; Notizen als Fussnoten oder im Anhang.
Tablet & Telefon
Drei Geräte, drei Aufgaben: der Desktop plant, das Tablet führt (Auswahl-zuerst-Gesten, andockbare Lageleiste), das Telefon verfolgt – über die Tagesansicht (Kapitel 24). Bottom-Navigation Tag · Aktivität · Mehr, dazu der Statuskopf mit Wachposten-Glocke und Sync-Punkt.
- Tag – die Tagesansicht ist die Ansicht des Telefons: EIN Kalendertag auf stehender Zeitachse mit Einsatz-Zeile und persönlicher Spalte (Kapitel 24).
- Aktivität – die Änderungen der Operation als Blatt, mit Sprung zum Tag.
- Mehr – Werkzeug-Deck mit Erstellen-Zone (u. a. «IST erfassen», die Schnellerfassung), Neuladen sowie Bereichs- und Konto-Zone (Operationswechsel, Sprache, Abmelden); als PWA installierbar.
- Matrix & Agenda-Liste – werden für das Telefon überarbeitet und sind dort vorübergehend ausgeblendet; auf Desktop und Tablet unverändert verfügbar.
- Tablet – Werkzeugleiste als Icon-Deck, Lageleiste per Dock-Knopf dauerhaft rechts.
Persönlich, Sicherheit & Betrieb
Tagesansicht & persönliche Einträge
Die Tagesansicht stellt EINEN Kalendertag auf eine stehende Zeitachse (Zeit läuft nach unten): links eine frei wählbare Einsatz-Zeile mit SOLL/IST-Halbspalten – auf dem Desktop bis zu drei Einsatz-Zeilen nebeneinander –, rechts angepinnt deine persönliche Spalte – einspurig, verschlüsselt nur für dich, in keiner geteilten Ansicht sichtbar.
- Desktop: Benutzermenü → Tagesansicht; Telefon: Tab Tag in der Bottom-Navigation (die Startansicht des Telefons).
- Blättern mit Vortag / Nächster Tag oder per Wischgeste nach links/rechts; ein Tipp auf das Datum öffnet den Kalender für den direkten Sprung zu einem Tag. Das Fadenkreuz-Symbol springt zurück zu heute und steht immer am selben Platz (am heutigen Tag gedimmt; Tasten ← → T). Die Einsatz-Zeile wählst du im Spaltenkopf. Auf dem Desktop stellt «+ Zeile» im Kopf bis zu drei Einsatz-Zeilen als Spalten nebeneinander; das × im Spaltenkopf («Spalte entfernen») nimmt eine Spalte wieder heraus. Die Auswahl bleibt pro Gerät und Operation gespeichert; das Telefon zeigt stets die erste Zeile. Die Spur-Chips S/I im Spaltenkopf schalten pro Spalte SOLL, IST oder beide Spuren sichtbar (mindestens eine bleibt an); eine einzelne Spur nutzt die volle Spaltenbreite. Ist die SOLL-Spur ausgeblendet, während dort Verzug offen ist, zeigt der Kopf einen roten Punkt. Auf dem Telefon öffnet der Spaltenkopf ein Auswahlblatt mit Zeile und Spuren (SOLL | beide | IST); eine aktive Einzelspur zeigt sich als kleines Tag neben dem Zeilennamen.
- Persönliche Einträge über + anlegen (Titel, Beginn, Ende, Notiz) – sie erscheinen nie in Matrix, Aktivität, Druck oder Briefing.
- Teilnehmer-Echos (Kapitel 20) erscheinen schraffiert auch in der Tagesansicht – in jeder Spalte, deren Zeile Teilnehmer ist, auch wenn die Master-Zeile gerade keine Spalte ist. Ein Tipp öffnet die read-only Teilnehmer-Ansicht.
Security-Ansicht
Die Security-Ansicht zeigt in Klartext, ob die Verschlüsselung funktioniert, ob deine Sicherung steht und ob Empfehlungen offen sind – technische Details (Fingerprints, IDs) liegen darunter. Hier änderst du dein Passwort, startest den QR-Geräte-Transfer, rotierst Schlüssel und siehst das Krypto-Protokoll.
- Status zuerst: «Verschlüsselung funktioniert» statt roher Zahlen.
- Schlüssel-Backup prüfen, Passwort ändern, «Auf Mobilgerät übertragen» (QR).
- Key-Rotation: nach Rechteentzug/Kompromittierung neue Schlüssel verteilen. Bei Zeilen behält jeder, der weiterhin Lesezugriff hat, die bisherigen Einträge lesbar – nur wer den Zugriff verliert, verliert auch sie. Bei der operationsweiten Rotation gilt das (noch) nicht für gesetzte Meilensteine: sie werden danach als nicht entschlüsselbar angezeigt. Solche Alt-Events zeigt KAIROS ehrlich an, statt sie zu verstecken.
- Passwort vergessen: ein System-Admin setzt unter Administration › Benutzerkonten mit «Passwort zurücksetzen» ein Einmal-Passwort (wird nur einmal angezeigt, alle Sitzungen der Person werden abgemeldet). Der E2EE-Schlüssel ist davon nicht betroffen – Passwort und Schlüssel sind entkoppelt, es gehen keine Daten verloren. Danach das Passwort hier ändern.
Monitoring (Administration)
Die Admin-Zone Monitoring zeigt die Betriebslage der Operation: Kennzahlen (Events, aktive/archivierte Blöcke, offene Konflikte, nicht Entschlüsselbares), den Event-Trend, offene Konflikte, stille Zeilen, Schlüssel & Deckung (fehlende Schlüsselpakete mit «Nachverteilen»), die Team-Tabelle (letzte Aktivität, Rechte, Backup-Status) und das Audit-Protokoll.
- Sichtbar nur für Operations-Admins; System-Admins sehen zusätzlich das System-Monitoring der ganzen Installation (Benutzer, Eventlog, Login-Fehlversuche, Migrationsstatus).
- Gleiche Philosophie wie überall: ehrliche Anzeige – was nicht entschlüsselbar oder nicht gedeckt ist, steht da, statt zu verschwinden.
Damit ist der Bogen komplett: Inbetriebnahme (Login, Schlüssel) → Einrichten (Operation, Personen, Zeilen, Rechte) → Planen (Matrix, Blöcke, Abläufe, Zeitwerkzeuge) → Lageverfolgung (IST, Verzug, Abweichung, Wachposten, Konflikte) → Zusammenarbeit & Ausgabe (Aktivität, Lagewand, Druck, Mobilgeräte) bis zu Persönlichem, Sicherheit und Betrieb. Alle Funktionen folgen demselben Prinzip: ruhig, dicht, ehrlich – und Ende-zu-Ende verschlüsselt.